Die Hoheitsgewässer um die Senkaku-Inseln, die Chinesen sprechen von den Diaoyu-Inseln, im Norden Okinawas sind seit Jahren Gegenstand einer zunehmend härter werdenden politischen Auseinandersetzung zwischen Japan und China. Dabei geht es nicht um einige Quadratkilometer steiniger Inseln sondern um reiche Fischbestände, Bodenschätze und Ölvorkommen. Und es ist der Versuch, sein Hoheitsgebiet strategisch zu erweitern.

Waren es zuerst noch chinesische Fischkutter die in die Küstengewässer eindrangen, so folgten schon bald Küstenwachboote und schließlich Schiffe der Kriegsmarine. Weiter im Süden kommt es zu ständigen Konfrontationen mit den Anrainerstaaten Vietnam und Brunei, Taiwan, Philippinen und Malaysia. Peking schafft Tatsachen, baut auf vielen umstrittenen Inseln und Atollen Häfen und Flugplätze.

Botschafter Takeshi Nakane ist seit vielen Jahren mit Abrüstungs- und Rüstungskontrollverhandlungen vertraut. Genf und Wien, Bonn und Berlin sind die wichtigsten Stationen seiner diplomatischen Laufbahn. In Rosenheim spricht er über das nationale Verständnis seiner Regierung gegenüber der aggressiven Politik Chinas. Und die Strategie Japans, um der veränderten sicherheitspolitischen Situation gerecht werden zu können.